Begegnungszone soll neu gestaltet und klimaangepasst weiterentwickelt werden
Die Begegnungszone im Dorfzentrum von Lengnau soll weiterentwickelt und attraktiver gestaltet werden. Aufgrund neuer Erkenntnisse aus der Strassenraumgestaltung und des erarbeiteten Begrünungskonzepts hat der Gemeinderat die Weiterentwicklung der Begegnungszone geprüft. Im Zentrum stehen eine differenziertere Zugänglichkeit, mehr Begrünung, eine höhere Aufenthaltsqualität sowie eine klimaangepasste Gestaltung des öffentlichen Raums.
Die Begegnungszone im Zentrum von Lengnau soll sich neben dem Brunnenplatz als wichtiger öffentlicher Raum im Dorf etablieren. Die vorhandenen Platzverhältnisse und die zahlreichen Parkplätze rund um die Post bieten dafür eine gute Ausgangslage. Gleichzeitig entspricht die heutige Gestaltung den Anforderungen an einen klimaangepassten und attraktiven öffentlichen Raum noch nicht vollständig. Insbesondere bei der Entsiegelung, Begrünung und Beschattung besteht Potenzial. Regenwasser soll möglichst vor Ort aufgenommen, gespeichert und dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt werden. Gleichzeitig soll mit zusätzlichen Grünflächen und einer angepassten Gestaltung auf zunehmende Hitzeperioden reagiert werden.
Bessere Zugänglichkeit und mehr Grün
Im Rahmen der weiteren Planung ist vorgesehen, die Begegnungszone in Richtung Westen zu erweitern. Die unebenen Pflastersteine im Bereich vor dem Gemeindehaus sollen durch Gehwegplatten analog zur bestehenden Begegnungszone ersetzt werden. Damit soll insbesondere die Zugänglichkeit für Personen mit Gehbeeinträchtigungen verbessert werden.
In der gesamten Begegnungszone sind zudem zusätzliche Rabatten vorgesehen. Diese sollen einerseits zur Begrünung und Aufwertung des Areals beitragen und andererseits verhindern, dass Gehwege von Fahrzeugen überfahren werden. Durch eine gezielte Gestaltung der Rabatten soll der Strassenraum optisch und funktional verengt und das Befahren mit Motorfahrzeugen weniger attraktiv werden.
Klimaangepasste Entwicklung nach dem Schwammstadt-Prinzip
Die geplanten Massnahmen gehen über eine rein gestalterische Aufwertung hinaus. Die Begegnungszone soll langfristig klimaangepasster und widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels gestaltet werden. Im Vordergrund stehen Massnahmen zur Entsiegelung, Begrünung und Beschattung. Gleichzeitig soll die Aufenthaltsqualität verbessert und der öffentliche Raum stärker auf die Bedürfnisse der Bevölkerung ausgerichtet werden.
Für die Ausarbeitung geeigneter Massnahmen im Projekt «Gestaltung Begegnungszone» hat der Gemeinderat einen Projektierungskredit von 30’000 Franken genehmigt.
Mit dem Kredit sollen die vorgesehenen Massnahmen konkretisiert, planerisch vertieft und hinsichtlich ihrer Umsetzung geprüft werden. Die nächsten Planungsschritte werden zeigen, wie die Begegnungszone künftig gestalterisch, ökologisch und funktional weiterentwickelt werden kann.

